Leipziger Volkszeitung vom 02.08.2010
Leipziger Volkszeitung vom 20.07.2010 und 27.07.2010
LVZ-Borna/Geithain vom 20.07.2009, Seite 20
Amis lassen einen Wunsch offen
Siebte Auflage des Stockheimer Applerock hätte mehr Besucher verdient
Stockheim Klein, aber fein - so könnte der Untertitel des Applerock in Stockheim lauten. Zum siebten Mal organisierte eine Gruppe junger Leute das Festival. Vorgestern standen wieder sechs Rockbands auf der Bühne, um die Besucher mit einer facettenreichen Mischung von Rock bis Metal zu unterhalten. Rund 150 Gäste kamen und feierten bis weit nach Mitternacht. Die Idee für das Festival in Stockheim entstand bei einer Studentenparty. Sieben Jahre später ist das Konzept ausgereifter, sind zum Stamm der Veranstalter noch einige Leute dazugekommen. 'Die Durchführung ist aufwendiger geworden, vor allem im Bereich der Werbung', erzählte Antje Wilhelms. Dennoch blieb die Besucherzahl hinter den Erwartungen zurück. Wilhelms: 'Das ist schade.'
Wirklich bedauerlich, denn nicht nur bei der Organisation haben sich die Applerocker, die gerade einen eigenen Verein zur Förderung junger Bands gründen, weiterentwickelt. Auch die gebuchten Combos werden immer besser. Diesmal gehörte unter anderem die Dresdener 'Black Tequila' dazu. Mit donnerndem Nu Metal, der bisweilen an den Stil von Bullet for My Valentine erinnerte, präsentierten sich die sechs Musiker. Wilde Rhythmen und Breaks forderten jedoch erst einmal Techniker und Zuhörer. So dauerte es eine ganze Weile, bis sich Mixer und Publikum in die Musik hineingehört hatten, die Band ihr Potenzial entfalten konnte. Am Ende bekamen die zwei Frauen und vier Männer dann verdienten Applaus für eine mehr als bemerkenswerte Mucke.
In eine ganz andere Kerbe schlug im Anschluss Adam Bombs Band aus New York. Klassischer 80er-Jahre-Metal mit allem Schnickschnack - von dauergewelltem Haar über die feuerspuckende Gitarre bis zum ellenlangen Solo - ist ihr Ding. Damit konnten sie auch in Stockheim punkten. In Sachen Stimmung blieben bei den Amis keine Wünsche offen. Oder doch einer - nach dem abrupten Abgang des Trios gab es trotz laut bezeugtem Interesse keine Zugabe für die Leute vor der Bühne.
Jörg Reuter
Crossover-Artikel 18.07.2009
Applerock 18.07.2009 Stockheim, Apfelplantage
von rls
In den letzten Jahren hatte man dieses kleine, aber feine Festival (hervorgegangen aus einer studentischen Initiative privaten Zuschnitts) jeweils im September organisiert, aber des Abends war es trotz des Zeltes dann doch etwas ungemütlich kühl geworden - ergo faßte die Chefdenkerfraktion den Beschluß, mit der siebenten Auflage in den Juli zu gehen, um endlich, so wörtlich, in Shorts und Flip-Flops rocken zu können. Allein der launische Sommer 2009 torpedierte die letztere Absicht - der Aufbau in den Tagen zuvor fand tatsächlich noch in Shorts und Flip-Flops statt, weil man es sonst vor Hitze kaum ausgehalten hätte, aber dann zog eine Kaltfront mit Niederschlag durch, und die Temperaturen sanken um 15 Grad. Zumindest hörte es einige Stunden vor Festivalbeginn auf zu regnen, so daß auf der Strecke vom asphaltierten Weg durch den Plantagenbereich zum Zelt keine Schlammwüste entstand, und die Schauer am späteren Abend bzw. in der Nacht störten die Besucher dann im Prinzip nicht mehr. Apropos Besucher: [den Crossover-Artikel vom 18.07.2009 weiterlesen...]
Leipziger Volkszeitung vom 14.07.2009
Crossover-Artikel 13.09.2008
Applerock Festival 13.09.2008 Stockheim
von rls
Powered by Microsofts Konkurrenz? Mitnichten. Der Name des Applerock-Festivals erklärt sich dadurch, daß es auf dem Gelände einer Obstplantage östlich des kleinen Dörfchens Stockheim, gelegen im Westen Sachsens etwa 20 Kilometer südöstlich von Leipzig, stattfindet. Einstmals aus einer privaten studentischen Feier geboren, stellte das rührige Organisationsteam anno 2008 bereits den sechsten Festivaljahrgang auf die Beine. [den Crossover-Artikel vom 13.09.2008 weiterlesen...]
Leipziger Volkszeitung vom 28.08. und 16.09.2008
lvz-online.de 2007
Rock-Geheimtipp mausert sich - 200 Besucher kommen zum Apple-Rock-Festival nach Stockheim / Neuauflage 2008 im Blick
Stockheim. Zum fünften Mal ging am Sonnabend, 15.09.2007, das Apple-Rock-Festival in Stockheim über die Bühne. Was vor fünf Jahren als private Studentenparty begann, ist zu einem passablen Ereignis für den kleinen Ort geworden. So kamen in diesem Jahr 200 Besucher, die fünf Rock-Bands erlebten. Die gute Stimmung im Zelt hielt sich bis früh halb fünf, erst dann waren das letzte Glas getrunken, der letzte Ton gespielt, der letzte Gast gegangen.
Die vier jungen Leute, die auch in diesem Jahr die Fäden in den Händen hielten, waren 2002 gerade mit ihrem Studium fertig. In Glauchau hatten sie sich zu Informatikern ausbilden lassen. Ganz klar, dass der Studienabschluss mit einer Fete gewürdigt werden musste. „Im Garten eines Kommilitonen hat damals die Band Gambler’s Mind gespielt“, erzählte Antje Wilhelms. Seinerzeit war auch Toni Kleinert mit dabei. Er meinte, die Gruppe wäre auch etwas für seinen Heimatort Stockheim. Gesagt, getan. Und so wurde eine Abschlussparty in Stockheim auf die Beine gestellt. „So ist das losgegangen – und von Jahr zu Jahr ein wenig größer geworden“, berichtete Wilhelms.
Für dieses Jahr hatten sie neben den alten Bekannten wie Gambler’s Mind, die jedes Jahr ihren Auftritt haben, und Mother’s Pride, die im letzten Jahr in Stockheim spielten, Crying Heads, Ungrateful und Lament eingeladen. Die Ersten auf den Brettern, die die Welt bedeuten sollen, waren die Bad Lausicker/Leipziger von Lament. Seit zehn Jahren gibt es die Gruppe um Sänger Sebastian Söllner. Mit ihrer Mischung zwischen U2 und The Cure waren sie die Gewinner des Abends. „Ich war noch nie hier, habe auch nichts von dem Festival gewusst“, sagte Keyboarder Dirk Rotzsch anerkennend. Umso mehr freute es ihn, so viele Leute zu sehen. Für die nächste Zeit ist neben einer Single-Veröffentlichung eine Tour mit der Dresdener Combo „Letzte Instanz“ geplant. „Im November und Dezember werden wir mit ihnen auf Achse sein“, verriet Rotzsch.
Eine solche Möglichkeit steht für die Crying Heads noch in weiter Ferne. Die junge Band ist recht ungeschliffen und rau. Sie empfahlen sich mit Titeln der Toten Hosen oder der Ramones. Dabei war so manches Lied fast bis zur Unkenntlichkeit verbogen. Eingängiger ging es mit den aus Bad Lausick stammenden Ungrateful weiter. Sängerin Julia Mälzer versuchte sich an eigenen und gecoverten Songs.
Den Abschluss markierten Gambler’s Mind und Mother’s Pride, die alten Hasen in Stockheim. „Die waren, wie wir es erwartet hatten, richtig gut. Ständig eine Traube Leute vor der Bühne“, schätzte Wilhelms ein. Im Großen und Ganzen seien sie zufrieden mit der fünften Auflage des Festivals. So wird es auch im kommenden Jahr weitergehen. „Dann mit intensiverer Werbung“, so Wilhelms. Sie und ihre Kollegen hoffen, noch mehr Zuschauer anlocken zu können
Quelle: lvz-online.de - Bericht von Jörg Reuter







